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Glossar S-Z

Diese Übersicht soll einen kleinen Überblick über die in der Computerwelt gebräuchlichen Begriffe geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Schaltfläche
Siehe button.
Server
In einem lokalen Netzwerk (LAN) ein Computer mit administrativer Software, der den Zugriff auf das Netzwerk und dessen Ressourcen steuert, wie Drucker und Festplattenlaufwerke, und den im Netzwerk als Arbeitsplatzstationen arbeitenden Computern Ressourcen zur Verfügung stellt.
Im Internet oder in einem anderen Netzwerk stellt ein Server einen Computer (oder ein Programm) dar, der auf Befehle eines Clients antwortet. Beispielsweise kann ein Dateiserver ein Archiv von Daten oder Programmdateien enthalten. Fordert ein Client eine Datei an, überträgt der Server eine Kopie der Datei an den Client.
SGML
Abkürzung für Standard Generalized Markup Language (zu Deutsch etwa »standardisierte, generalisierte Auszeichnungssprache«). Eine Norm für Informationsverwaltungszwecke, die 1986 vom Normungsinstitut ISO (International Organization for Standardization) als ISO-Standard 8879 übernommen wurde. SGML beschreibt ein abstraktes Verfahren zur Bereitstellung plattform- und anwendungsunabhängiger Dokumente, bei dem Formatierung, Indizierung und verknüpfte Informationen erhalten bleiben. In SGML kann ein grammatikähnliches Schema festgelegt werden, mit dem der Benutzer eine allgemeine Dokumentstruktur festlegen kann, und Tags, die es ihm ermöglichen, Strukturen in einzelnen Dokumenten zu kennzeichnen. Ein Beispiel für eine an SGML angelehnte Auszeichnungssprache ist HTML.
Signatur
Eine für Identifizierungszwecke verwendete Datenkombination, z. B. ein Text, der einer E-Mail-Nachricht oder einem Fax angehängt wird.
Außerdem eine eindeutige Nummer, die zum Zwecke der Authentifizierung in Hardware oder Software integriert wird.
Site
Siehe Website.
SLIP
Abkürzung für Serial Line Internet Protocol (Internet-Protokoll für serielle Verbindungen). Ein Datenübertragungsprotokoll, das die Übertragung von IP-Datenpaketen über telefonische Einwahlverbindungen erlaubt. Auf diese Weise wird einem Computer oder einem lokalen Netzwerk (LAN) der Anschluss an das Internet oder an ein anderes Netzwerk ermöglicht.
Smiley
Oft auch »Emoticon« genannt. Eine Zeichenfolge mit Textzeichen, die - von der Seite betrachtet - emotionale Gesichtszüge darstellen. Ein Emoticon wird häufig in einer E-Mail-Nachricht oder einem Newsgroupsposting als Kommentar zum vorhergehenden Text verwendet. Typische Zeichenfolgen für positive Emotionen sind :-) oder :) oder ;-). Das Emoticon :-( drückt Trauer, die Zeichenfolge :-7 Ironie aus. Die Zeichenfolgen :D oder :-D bezeichnen einen Lacherfolg, wogegen :-O ausgesprochene Langeweile zum Ausdruck bringen soll. Sammlungen von Smileys sind im Internet abrufbar.
SMTP
Ein TCP/IP-Protokoll für die Übertragung von Nachrichten zwischen einzelnen Computersystemen über ein Netzwerk. Dieses Protokoll wird im Internet für die Weiterleitung von E-Mail verwendet.
snail mail
Spöttische Bezeichnung (»Schneckenpost«) von Anhängern der E-Mail für den herkömmlichen Postweg ("Briefmarkenpost").
Software
Computerprogramme; Anweisungen, die die Computerhardware zur Ausführung von Aktionen veranlassen. Man unterscheidet die zwei hauptsächlichen Kategorien Systemsoftware (Betriebssysteme) zur Steuerung der internen Abläufe in einem Computer und Anwendungen, die Aufgaben für den Benutzer eines Computers ausführen, z. B. Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Datenbanken. Zwei weitere Kategorien, die weder der System- noch der Anwendungssoftware zuzurechnen sind, aber Elemente von beiden enthalten, sind zum einen Netzwerksoftware für die Kommunikation zwischen Computern, und zum anderen Entwicklungssoftware, die dem Programmierer die erforderlichen Werkzeuge zum Schreiben von Programmen an die Hand gibt. Neben diesen aufgabenorientierten Kategorien unterscheidet man verschiedene Arten von Software hinsichtlich der Vertriebsmethoden. Dazu gehören Softwarepakete, die hauptsächlich über den Einzelhandel vertrieben werden, Freeware und Publicdomain-Software, die kostenlos verteilt werden, die ebenfalls kostenlos verteilte Shareware, für deren fortgesetzte Verwendung der Benutzer jedoch eine geringe Registrierungsgebühr zu entrichten hat, sowie Vaporware, eine Software, die den Markt gar nicht erreicht oder viel später als angekündigt erscheint.
Startseite
Beim Druck im Netzwerk die Titelseite, die den eigentlichen, ausgedruckten Seiten von den meisten Druckerspoolern hinzugefügt wird. Eine derartige Seite enthält in der Regel Angaben zum Account und zur Joblänge sowie spezifische Informationen des Druckerspoolers und dient vor allem dazu, die ausgedruckten Seiten optisch zu trennen und auf diese Weise die Zuteilung an den Anwender zu erleichtern, der den Druckauftrag initiiert hat.
In manchen Webbrowsern (beispielsweise Microsoft Internet Explorer) wird die erste Seite, die beim Start des Browsers angezeigt wird, als »Startseite« bezeichnet. Vergleiche Homepage.
surfen
Das Durchsuchen von Informationssammlungen im Internet, in Newsgroups und vor allem im World Wide Web. Wie beim »Zappen« durch Fernsehkanäle sucht ein Benutzer dabei nach einem interessanten Thema und geht von dort zu anderen Themen oder von einer Website zur nächsten über.
Sysop
Abkürzung für System-Operator. Der Betreuer einer Mailbox oder eines kleineren Mehrbenutzer-Computersystems.
TCP/IP
Abkürzung für Transmission Control Protocol/Internet Protocol (zu Deutsch »Übertragungssteuerungsprotokoll/Internetprotokoll«). Vom amerikanischen Verteidigungsministerium entwickeltes Protokoll für die Kommunikation zwischen Computern. TCP/IP ist in das Betriebssystem UNIX integriert und ein De-facto-Standard für die Datenübertragung über Netzwerke, einschließlich dem Internet.
Telnet
Ein Protokoll, das einen Internetbenutzer befähigt, sich in gleicher Weise auf einem entfernten, an das Internet angeschlossenen Computer anzumelden und diesem Befehle zu übermitteln, wie bei einer direkten Verbindung mit einem textbasierenden Terminal. Telnet gehört zu den TCP/IP-Protokollanwendungen.
Ein Clientprogramm, das das Telnetprotokoll implementiert.
uploaden
Das Übertragen einer Dateikopie von einem lokalen Computer auf einen entfernten Computer.
URL
Abkürzung für Uniform Ressource Locator (einheitliche Ressourcenadresse). Eine Adresse für eine Ressource im Internet. URL-Adressen werden von Webbrowsern verwendet, um Internetressourcen zu lokalisieren. Eine URL-Adresse gibt das für den Zugriff auf eine Ressource zu verwendende Protokoll an (z. B. »http:« für eine Webseite oder »ftp:« für eine FTP-Site), den Namen des Servers, auf dem sich die Ressource befindet (z. B. »//www.whitehouse.gov«) sowie - frei wählbar - den Pfad zu einer Ressource (z. B. einem HTML-Dokument oder einer Datei auf diesem Server).
Usenet
Ein weltweites Netzwerk von UNIX-Systemen mit dezentralisierter Verwaltung, das als eine Mailbox für sog. Specialinterest-Diskussionsgruppen genutzt wird. Usenet, das heute als Teil des Internets angesehen wird, besteht aus Tausenden von Newsgroups, von denen sich jede einem einzelnen Thema widmet. Benutzer können ihre Nachrichten hinterlassen und die Nachrichten anderer in den Newsgroups lesen - ähnlich wie in Einwahlmailboxen. Usenet wurde 1979 mit Hilfe von UUCP-Software (UNIX-to-UNIX Copy) und Telefonverbindungen realisiert und hatte technisch nichts mit dem Internet zu tun. Diese Methode der Kommunikation blieb weiterhin von Bedeutung, obgleich modernere Methoden wie NNTP und Netzwerkverbindungen im Allgemeinen häufiger zum Einsatz kommen.
UUCP
Abkürzung für UNIX-to-UNIX Copy (im Deutschen etwa »Kopieren zwischen UNIX-Systemen«) . Ein Programmpaket zur Informationsübertragung zwischen UNIX-Systemen über eine serielle Datenverbindung (hauptsächlich über das öffentliche Fernsprechnetz). UUCP hatte beim Aufbau des Usenet eine überragende Bedeutung.
virtuelle Realität
Eine simulierte 3D-Umgebung, in die die Benutzer »eintauchen« können. Es wird durch Bildschirme, die mit speziellen Brillen betrachtet werden können, eine neue Realität vermittelt. Eine besondere Eingabeausstattung, z. B. Handschuhe oder Anzüge mit Bewegungssensoren, reagiert auf die jeweiligen Aktionen der Benutzer.
Virus
Ein Programm, das Kopien von sich selbst in Computerdateien oder -programme einfügt und diese damit »infiziert«. Sobald man eine derartige Datei in den Speicher lädt und startet, wird in der Regel auch eine Kopie des Virus aktiviert, der damit andere Dateien »befallen« kann. Viren haben oft zerstörerische Wirkung auf Datenbestände, die zum Teil beabsichtigt sind, aber auch unbeabsichtigt entstehen können. Eine moderne Abart des Virus ist der so genannte »Wurm« (siehe dort). Seit den späten 1980er Jahren entstand zur Bekämpfung von Computerviren eine eigene Branche für so genannte Antivirusprogramme.
VRML
Abkürzung für Virtual Reality Modeling Language. Eine Makrosprache zum Erstellen von 3D-interaktiven Webgrafiken, in der auch Szenen für Videospiele generiert werden können. Dadurch können Benutzer sich in einer Grafik »bewegen« und mit Objekten agieren. VRML, ein Teilbereich des Inventor File Format (ASCII) von Silicon Graphics, wurde 1994 von Mark Pesce und Tony Parisi entwickelt. VRML-Dateien werden in der Regel in CAD-Anwendungen sowie Modell- und Animationsprogrammen und VRML-Autorensoftware erstellt, können jedoch auch in einem einfachen Texteditor erstellt werden. VRML-Dateien befinden sich auf einem HTTP-Server. Die Verknüpfungen zu diesen Dateien können in HTML-Dokumente eingebettet werden. Es ist jedoch auch möglich, auf die VRML-Dateien direkt zuzugreifen. Um VRML-Webseiten anzuzeigen, ist ein VRML-fähiger Browser - z. B. WebSpace von Silicon Graphics oder ein VRML-Plug-In für Internet Explorer oder Netscape Navigator - erforderlich.
WAIS
Abkürzung für »Wide Area Information Server« (Weitbereichs-Informationsserver). Ein Such- und Abrufsystem für Dokumente im Internet, das seit den späten 1990er Jahren nicht mehr weiträumig eingesetzt wird. WAIS, entwickelt von den Firmen Thinking Machines Corporation, Apple Computer und Dow Jones, verwendete den Z39.50-Standard, um natürlichsprachliche Anfragen zu verarbeiten. Um nach Dokumenten in einer WAIS-Datenbank zu suchen, wählten die Benutzer die gewünschte(n) Datenbank(en) aus und gaben eine entsprechende Suchanfrage ein. Der WAIS-Client verwendete zur Kommunikation mit dem Server das Protokoll Z39.50.
Webbrowser
Eine Clientanwendung, die es einem Benutzer ermöglicht, HTML-Dokumente auf dem World Wide Web bzw. einem anderen Netzwerk oder auf dem eigenen Computer zu betrachten. Auch können mit Hilfe des Browsers die Hyperlinks zwischen den Dateien verfolgt und Dateien übertragen werden. Textorientierte Webbrowser (z. B. Lynx) sind zwar nützlich für Benutzer mit Shellzugängen, zeigen aber lediglich die Textelemente eines HTML-Dokuments an. Die meisten Browser können Grafiken im Dokument darstellen, Audio- und Videodateien wiedergeben und kleine eingebettete Programme ausführen (z. B. Java Applets, ActiveX -Steuerelemente). Einige Webbrowser benötigen zusätzliche Hilfsanwendungen (Plug-Ins), um solche Funktionen bewerkstelligen zu können. Darüber hinaus ermöglichen es die meisten heutigen Webbrowser ihren Benutzern, E-Mail zu senden und zu empfangen sowie an Diskussionen in Newsgroups teilzunehmen. Beispiele für Webbrowser sind HotJava von Sun, Internet Explorer von Microsoft, Lynx, Mosaic von NCSA (wird nicht mehr weiterentwickelt), Netscape Communicator von Netscape und Opera von Opera A/S.
Weitbereichsnetz
Ein Kommunikationsnetzwerk zur Verbindung geografisch weit getrennter Regionen. Ein Weitbereichsnetz besteht oft aus zwei oder mehreren lokalen Netzwerken. Ein Beispiel für ein Weitbereichsnetzwerk ist das Internet.
WiN
Deutsches Wissenschafts-Netz, an dem nahezu alle deutschen Forschungseinrichtungen und Universitäten angeschlossen sind; wird vom DFN-Verein betrieben.
Web
Eine Gruppe miteinander verknüpfter Dokumente in einem Hypertextsystem. Der Benutzer greift auf das Web über eine sog. Homepage zu.
Website
Eine Gruppe zusammengehöriger HTML-Dokumente und damit verknüpfter Dateien, Skripten und Datenbanken, die von einem HTTP-Server im World Wide Web bereitgestellt werden. Die HTML-Dokumente einer Website behandeln meist zusammenhängende Themen und sind durch Hyperlinks untereinander verknüpft. Die meisten Websites verfügen über eine Homepage als Startpunkt, die häufig als Inhaltsverzeichnis dient. Viele große Organisationen und Firmen verfügen über einen oder mehrere HTTP-Server für eigene Websites. Ein HTTP-Server kann jedoch auch mehrere kleine Websites z. B. für Privatpersonen bedienen. Für den Zugriff auf eine Website werden ein Webbrowser und ein Internetzugang benötigt.
World Wide Web
Überbegriff für die Sammlung von Hypertextdokumenten, die auf HTTP-Servern in der ganzen Welt abgelegt sind. Dokumente im World Wide Web, die sog. Seiten oder Webseiten, sind in HTML (HyperText Markup Language) geschrieben. Sie werden durch URL-Adressen (Uniform Resource Locator) identifiziert, die einen bestimmten Server angeben, sowie den Pfadnamen, unter dem auf eine Datei dort zugegriffen werden kann. Die Dateien werden mittels des Protokolls HTTP (HyperText Transfer Protocol) von Knoten zu Knoten bis zum Benutzer übertragen. Spezielle Tags, die in ein HTML-Dokument eingebunden sind, verknüpfen bestimmte Wörter und Bilder in einem Dokument mit URL-Adressen. Über diese Adressen können Benutzer mittels Tastenbedienung oder Mausklick wiederum auf weitere Dateien zugreifen, die sich auf einem anderen Server befinden. HTML-Dokumente können Text in einer Vielfalt von Schriften und Schriftarten enthalten, daneben Grafiken, Videodateien und Klänge. Dies gilt außerdem für Java Applets, ActiveX-Steuerelemente oder andere kleine eingebundene Programme, die ausgeführt werden, wenn Benutzer sie durch Anklicken eines Links aktivieren. Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung von Verknüpfungen auf einer Webseite es den Besuchern dieser Webseite, Dateien von einer FTP-Site zu kopieren oder über E-Mail-Nachrichten an andere Benutzer zu senden. Das World Wide Web wurde seit 1989 von Timothy Berners-Lee und Robert Cailliau am Europäischen Zentrum für Nuklearforschung (CERN, http://www.cern.ch) in Genf entwickelt.
WWW
Siehe World Wide Web.
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