Schulchronik Teil I
Lehrerfortbildung und pädagogische Zeitfragen
Auf Kreislehrerkonferenzen und religionspädagogischen Tagungen bildeten sich die Lehrkräfte fort, ermutigten sich in ihrer Arbeit oder beschäftigten sich mit schul- und erziehungsrelevanten Themen der Zeit.
So traf man sich am 5.10.1955 im Kreuznacher Kurhaus. "Schule und Leben" war das Leitthema der Konferenz. Im Mittelpunkt stand ein Referat von Professor Dr. Raederscheidt (Bonn), der "fröhliche Lehrer für fröhliche Schulen forderte" und über die Schule als Begegnungsort von Alt und Jung sprach. Wie berichtet wird, schloss sich auch eine allgemeine Diskussion an, in der die Wehrhaftmachung der Jugend durch die Schulen angeschnitten wurde.
Die Kreislehrerkonferenz schloss mit den Worten des Referenten, man solle keine Angst vor Dingen haben, die noch nicht real sind. Im Übrigen sei die freieste Schule stets die gewesen, in der Zucht und Ordnung herrsche.


Lehrerfortbildung im Schuljahr 1957/58: Sowohl zur Kreislehrerkonferenz als auch zur religionspädagogischen Tagung wurde durch das Kreuznacher Kreisschulamt eingeladen. Wenn die katholischen Lehrkräfte tagten, hatten an Simultanschulen nur die katholischen Kinder schulfrei.